Hörsturtz gibt’s auf CD - Taunus Zeitung (21.01.2009)

Oberursel. Es gibt einige Bands, die in Garagen oder Turnhallen probten und es dann schließlich von dort bis auf die großen Bühnen dieser Welt geschafft haben. Auch die Band «Hörsturtz» der Oberurseler Werkstätten hat einmal ganz klein angefangen. Das war im Jahr 2004, und es ging damals um einen Wettbewerb namens «Die Werkstatt sucht den Superstar». Aus dieser Aktion entstand die Gruppe, die sich seitdem ein Mal pro Woche trifft und übt. Nun hat «Hörsturtz» einen weiteren großen Schritt gemacht und kurz vor Weihnachten die erste CD veröffentlicht.

Zur Band gehören die Sänger Jens Jurr, Rolf Matthay, Jens Peretzki und Uwe Nussbaum. Außerdem die Schlagzeuger Timo Kapp, Michael Roth und Christian Glöckner sowie Andi Becht am Keyboard und Dominik Winkler am Bass. Die Leitung der Gruppe hat der Mitarbeiter der Musikschule Oberursel, Oliver Spieß, der auch Gitarre spielt. Bisher hatte die Gruppe gemeinsam viele verschiedene Songs einstudiert und auch schon auf mehreren Festen erste Auftritte absolviert. Zum Beispiel auf dem Sommerfest der Helen-Keller-Schule oder im Alfred-Delp-Haus.

«Das Repertoire von Hörsturtz ist sehr vielfältig, da die Sänger ihren persönlichen Musikgeschmack mit einbringen», berichtet Franziska Dreiling, Sozialarbeiterin und Ansprechpartnerin für das Projekt bei den Werkstätten. So finden sich auf der CD auch Titel wie «Power Of Love» von Huey Lewis, «Spanisch war die Nacht» von Peter Alexander, «Das Beste» von Silbermond oder der Titel «Leben», der übrigens auch der CD den Namen gab.

«Einer der Sänger, Uwe Nussbaum, hat zur Melodie des Liedes ,Wind of Change‘ von den Skorpions einen eigenen Text geschrieben», erzählt Franziska Dreiling.

Die Idee, eine eigene CD herauszubringen, stamme von den Bandmitgliedern selbst, wie die Sozialarbeiterin erzählt. «Die Sache erwies sich aber als sehr zeitaufwendig und teuer, daher hat es erst jetzt geklappt, obwohl uns der Gedanke bereits im vergangenen Jahr gekommen ist», so Dreiling. Mitte Juli vergangenen Jahres ging die Band schließlich ins Tonstudio «Groovewerkstatt Oberursel». «Es hat zwei Tage gedauert, bis alle Titel aufgenommen waren», weiß Dreiling zu erzählen.

Insgesamt 1000 CDs wurden schließlich gepresst, wovon die Hälfte als Weihnachtsgeschenk an die Mitarbeiter der Werkstatt verschenkt wurden. Das Cover hat Jörg Reimann gestaltet, der dem Kunstatelier der Werkstätten angehört. Die anderen CDs können zum Preis von 10 Euro in den Läden der Oberurseler Werkstätten, dem «Schawellsche» im Hessenpark in Neu-Anspach und dem «Bistro» im Zimmersmühlenweg 67 gekauft werden.

Bildunterschrift: Oliver Spieß (links) und Rolf Matthay probten im To0nstudio eifrig für die erste CD.

(Christine Šarac)

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