Berufsbildungsbereich

für Menschen mit psychischen Behinderungen
- Konzeption -

Arbeit ist ein elementarer Bestandteil des Lebens in unserer Gesellschaft. Die Arbeit strukturiert den Tag und füllt einen großen Teil des Lebens aus. Der ausgeübte Beruf ist nicht nur Erwerbsquelle und damit Sicherung des Lebensstandards, sondern auch "Status-symbol" und Teil der Persönlichkeit. Des Weiteren bietet die tägliche Arbeit regelmäßige Kontakte zu anderen Menschen und fördert so die Selbstwahrnehmung und Kontaktfähigkeit jedes Einzelnen.
Menschen mit psychischen Erkrankungen erleben in ihrem geregelten Lebensablauf einen Abbruch. Oft haben die vielfältigen Anforderungen ... weiterlesen

 2. Klientel 

Der Berufsbildungsbereich des Dienstleistungszentrums Zimmers-mühlenweg steht allen behinderten Menschen mit einer psychischen Störung offen, die den Anforderungen gemäß §136 Abs. 2 SGB IX entsprechen: "Die Werkstatt steht allen behinderten Menschen ... unabhängig von Art oder Schwere der Behinderung offen, sofern erwartet werden kann, dass sie spätestens ... weiterlesen

 3. Zielsetzung 

Der Berufsbildungsbereich des Dienstleistungszentrums Zimmersmühlenweg hat die Aufgabe, "die Leistungs- oder Erwerbsfähigkeit des behinderten Menschen soweit wie möglich zu entwickeln, zu verbessern oder wiederherzustellen" (SGB IX §40 Abs. 1.2) und darüber hinaus seine "Persönlichkeit weiter zu entwickeln" (WVO §136 Abs. 1.2).
Dies bedeutet für die Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen: Im Mittelpunkt steht die individuelle Förderung des Klienten. Es gilt zunächst seine aktuellen Leistungsfähigkeiten festzustellen ... weiterlesen

 4. Methodik zur Entwicklung beruflicher Kompetenzen 

Bei den meisten Menschen mit einer psychischen Erkrankung liegt eine Störung der Informationsaufnahme und -verarbeitung vor, so dass viele Handlungsabläufe, die normalerweise automatisch aus-geführt werden, in Frage gestellt sind. Da diese Störungen von dem Betroffenen wahrgenommen werden, sind Handlungen oft mit der Angst zu versagen gekoppelt ... weiterlesen

 5. Ablauf 

Das Eingangsverfahren
Das dreimonatige Eingangsverfahren dient der Eingangs-diagnostik und der Abklärung, ob das Dienstleistungszentrum Zimmersmühlenweg die geeignete Einrichtung für eine Reha-bilitationsmaßnahme des Klienten ist. weiterlesen

 6. Dokumentation 

Bildungsvertrag und Werkstattordnung
Um die organisatorischen Regelungen im Hause für alle Klienten und das Personal der Werkstatt nachvollziehbar festzuhalten, gibt es eine schriftliche Hausordnung. Diese Werkstattordnung für das Dienstleistungszentrum Zimmersmühlenweg (Anlage A) gilt in der Form nur für das Dienstleistungszentrum Zimmersmühlenweg. Andere Abtei-lungen der Oberurseler Werkstätten verfügen über eigene Regelungen.
Um den Klienten optimal zu fördern ist eine Zusammenarbeit von Klient und Personal weiterlesen

 7. Rahmenbedingungen 

Derzeit ist im Berufsbildungsbereich des Dienstleistungs-zentrums Zimmersmühlenweg eine Ergotherapeutin mit 30 Wochenstunden unter der Leitung eines diplomierten Sozial-arbeiters (Sozialer Dienst des Dienstleistungszentrums Zimmersmühlenweg) tätig.
Im großen Arbeitsraum des Dienstleistungszentrums Zimmersmühlenweg ist ein kleiner Bereich für den Berufsbildungsbereich abgetrennt, in dem bis zu fünf Klienten weiterlesen

 8. Problemstellungen/Perspektiven 

Klienten, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig werden möchten, bedürfen einer Qualifizierung ihrer beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten. Die Oberurseler Werkstätten bieten nicht nur im Dienstleistungszentrum Zimmersmühlenweg unterschiedliche Berufsfelder an, die größtenteils von quali-fiziertem Personal betreut werden.
Es ist eines der Zukunftsziele des Berufsbildungsbereichs in den verschiedenen angebotenen Berufsfeldern Ausbildungsinhalte, die denen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt weiterlesen

 9. Anlagen zur Konzeption 

Anlage A: Werkstattordnung
Anlage B: Wochenplan (Muster)
Anlage C: Bildungsvertrag
Anlage D: Dokumentationsblätter für Schulungen
Anlage E: Dokumentationsblatt für begleitende Maßnahmen
Anlage F: Auswertung "Cogpack" (Muster)
Anlage G: Praktikumsbericht Mitarbeiter
Anlage H: Praktikumsbericht Gruppenleiter
Anlage I: Übersichtsplan Praktika
Anlage J: Fähigkeitsprofil (Muster)
Anlage K: Individuelle Zielplanung

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