Die Oberurseler Werkstätten
bauen das größte
„Mensch ärgere Dich nicht"- Spiel der Welt!

Die Oberurseler Werkstätten für behinderte Menschen haben 2004 und 2005 in einem breit angelegten Projekt ein Leitbild für die Werkstätten erarbeitet.

Das Leitbild ist für Oberurseler Werkstätten die den individuellen Vorstellungen übergeordnete Zielvorgabe für den Alltag und die Zukunft, muss ernst gemeint und eine gemeinsame Verpflichtung sein, muss Denken und Handeln in der Einrichtung entscheidend bestimmen und ist handlungs- und richtungweisend und selbst dynamisch! Ein Leitbild verlangt nach Anpassung und Weiterentwicklung, wirkt als Impulsgeber und Korrektor für Entwicklungen und Entscheidungen!

... Gewolltes auch gesagt werden muss.
... Gesagtes aber auch gehört werden muss.
... Gehörtes verstanden werden und ...
... das Verstandene zum Einverständnis führen muss.
Mit etwas einverstanden zu sein heißt noch nicht, dass es auch angewandt wird.
Und selbst das Angewandte ist immer noch nicht das Selbstverständliche.

 

Jeder Mensch ist anders, alle Menschen sind verschieden. Jeder hat unterschiedliche Erfahrungen, Fähigkeiten, Bedürfnisse und Interessen. Dafür interessieren wir uns und darum kümmern wir uns. Der Mensch steht im Mittelpunkt und jeder, der in den Oberurseler Werkstätten tätig ist, soll sich am Arbeitsplatz wohl fühlen und möglichst viele Chancen für die persönliche Weiterentwicklung und Entfaltung geboten bekommen. Wir erarbeiten individuelle Konzepte, um Jeden für die Herausforderungen am Arbeitsplatz zu stärken. Selbstbewusstsein und möglichst viel Selbstbestimmung sind wichtige Faktoren für die Motivation und daher Basis unserer Leistungen. Wir sind Bestandteil der heimischen Wirtschaft und erbringen unsere Dienstleistungen nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Zuverlässigkeit und Termintreue zeichnen uns in allen Belangen aus.
(mehr)

 

In der Sitzung am 21. März 2005 hat die Betriebskommission der Oberurseler Werkstätten das vorstehende Leitbild beschlossen und so in Kraft gesetzt. Dies war mit dem Auftrag verbunden, das Leitbild einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen.

So wurde die Idee des geplanten Events geboren. Ideengeber und treibender Motor der Veranstaltung war der kürzlich verstorbene Oberurseler Grafik Designer Norbert W. Kliem, der die Oberurseler Werkstätten auf ehrenamtlicher Basis seit kurzem in Marketingfragen unterstützt hatte. Leider verstarb Herr Kliem überraschend und fast schien es, dass die Oberurseler Werkstätten die bereits terminierte und geplante Veranstaltung wieder absagen mussten. Doch durch Zufall wurde durch die Stadt Oberursel der Kontakt zwischen den Werkstätten und Fokus O (Herr Studanski, Frau Gläser) hergestellt, die im Rahmen des Herbsttreibens eine ähnliche Veranstaltung vorgesehen hatten. Schnell einigten sich die Beteiligten auf eine Zusammenarbeit und die - zeitweilig sehr intensive Vorbereitung- konnte beginnen.

Durch die Vorarbeit von Herrn Kliem war die Zustimmung der Fa. Schmidt-Spiele GmbH in Berlin und die Registrierung bei Guinness Book of Records in London gesichert bzw. durchgeführt.

Für die Anerkennung als offizieller Weltrekord von Guinness ist es vorgesehen. dass die Beurkundung und Feststellung der Ordnungsmäßigkeit des Rekordversuches von einer öffentlichen Person – dies wird Herr Rechtsanwalt und Notar Dr. Reinhard Ott aus Oberursel sein - übernommen wird.

Das Rekordspiel wird in einem Maßstab von 1:45 erbaut werden, die Spielfläche misst somit rd. 14 x 14 Meter; die einzelnen Spielfiguren haben eine Höhe von ca. 1,00 Meter. Die Figuren sind aus Kunststoff gefertigt; das Spielfeld besteht aus einer entsprechend großen Plane, die von den Werkstattmitarbeitern optisch gestaltet wird.

Weiter ist im Rahmen des Events vorgesehen, dass das Bistro der Oberurseler Werkstätten (Dienstleistungszentrum Zimmersmühlenweg; Bistro „Cafe and more“) die Versorgung des Rathausplatzes mit Speisen und Getränken (alles aus Werkstätten für behinderte Menschen) übernimmt. Im Speisenangebot werden Grillwürstchen, Eintopfgerichte, Kaffee und Kuchen, Sekt, Wein und Spirituosen sein. Daneben werden wir in einem Verkaufsstand die Eigenprodukte der Werkstätten (Holzspielzeuge, Dekoartikel und Gebrauchsgegenstände) verkaufen. Der Fördererverein wird sich in Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat vorstellen um neue Mitglieder zu gewinnen.

Ziel der Veranstaltung ist es, der Öffentlichkeit die Leistungsfähigkeit von Menschen mit Behinderungen - unabhängig von der Art und Schwere der Einschränkung - und der Oberurseler Werkstätten zu dokumentieren.

In diesem Zusammenhang sei auf ein Zitat der amerikanischen Schriftstellerin Helen Keller hingewiesen, die sinngemäß sagte:

„Erst wenn man einen (behinderten) Menschen als normal behandelt, wird man sein ganzes Leistungsvermögen erkennen können“

Menschen mit Behinderungen verfügen über verschiedene körperliche, geistige oder psychische Besonderheiten. Sie sind zu besonderen Leistungen fähig, wenn sie die erforderliche Ausbildung und Unterstützung haben. Dies ist der Kernauftrag der Oberurseler Werkstätten mit ihrem Team aus Handwerkern, Pädagogen, Verwaltungskräften und anderen qualifizierten Mitarbeitern. Wie in unser Leitbild bereits festlegt:

„ Jeder Mensch ist anders, alle Menschen sind verschieden. Jeder hat unterschiedliche Erfahrungen, Fähigkeiten, Bedürfnisse und Interessen. Dafür interessieren wir uns und darum kümmern wir uns. Der Mensch steht im Mittelpunkt und jeder, der in den Oberurseler Werkstätten tätig ist, soll sich am Arbeitsplatz wohl fühlen und möglichst viele Chancen für die persönliche Weiterentwicklung und Entfaltung geboten bekommen.“

Ich bin sicher, wir werden dies auf dem Event beim Herbsttreiben auch nachweisen.

Karlheinz Roth, Erster Betriebsleiter

Siehe auch Pressemitteilung der Taunus-Zeitung vom 26.8.2005!



Weitere Seiten zum Thema:
 
TV-Berichte: Bilder:
 
Hessen 3 - Maintower
8.9.2005 - Videoclip
Rhein-Main-TV
13.9.2005 - Videoclip
Bildergalerien