Das Konzept
Download: KonzeptauszugEingangsverfahren
Das Eingangsverfahren ist eine Probezeit. Man kann sich die Oberurseler Werkstätten in Ruhe anschauen und dann entscheiden, ob man hier arbeiten möchte. Das Eingangsverfahren dauert 3 Monate. Es wird von der Agentur für Arbeit bezahlt.Im Eingangsverfahren lernt man die Werkstatt und die Menschen, die dort arbeiten, kennen. Verschiedene Menschen berichten über ihre Arbeit. Man erfährt, was man im Berufsbildungsbereich alles lernen kann. Wir überlegen gemeinsam, was jeder Einzelne lernen will.
Bildungskonferenz
Nach dem Eingangsverfahren gibt es eine Bildungskonferenz. Hier wird mit jedem besprochen, wie es ihm im Eingangsverfahren gefallen hat. Dann muß sich jeder entscheiden, ob er im Berufsbildungsbereich anfangen möchte. Die Ausbilder des Berufsbildungsbereiches müssen dem Arbeitsamt einen Bericht schreiben, den sogenannten „Eingliederungsplan“.Wenn alle Beteiligten die Aufnahme in den BBB möchten, beginnt die „Ausbildung“.
Die Bildungsangebote im Berufsbildungsbereich der Oberurseler Werkstätten
Lernen im Bereich der Arbeit und der Berufsfelder:Arbeitserprobungen:
Im Berufsbildungsbereich lernt man Arbeiten aus verschiedenen Bereichen kennen. Je mehr man lernt, desto mehr Arbeiten kann man dann alleine machen.
Am Ende der Woche schreibt man einen Bericht über die neuen Arbeiten, die man gelernt hat.
Fachbildung:
In der „Fachbildung“ lernt man viel über die Arbeitswelt und die verschiedenen Arbeitsbereiche der Werkstatt. Es gibt also zum Beispiel Schulungen zu den Themen: Auftragsbearbeitung, Arbeitssicherheit, Materialien, Holz, Metall, Aktenvernichtung, Küche/Bistro und vieles mehr. Welches Thema gerade dran ist, steht im Monatsplan. Der Plan hängt im Gruppenraum.
Später sucht man sich dann aus, was einem am meisten Spaß gemacht hat. Das ist dann der eigene „Schwerpunkt“, zu dem man im zweiten Jahr noch viel dazulernt.
Berufsschule:
Alle „Auszubildenden“ des BBB gehen auch in die Berufsschule. Der Unterricht ist in der „Hochtaunus-Berufsschule“ in Oberursel. Berufsschulunterricht ist immer dienstags und mittwochs von 8 - 12.20 Uhr. Dienstags hat man auch in der Berufsschule Sport.
Es gibt zwei Berufsschulgruppen, die abwechselnd etwa acht Wochen lang Berufsschulunterricht haben.
Praktika in den Arbeitsgruppen:
Wenn man sich in der Werkstatt schon gut auskennt und viele verschiedene Dinge gelernt hat, macht man ein Praktikum in den Arbeitsgruppen. Hier kann man das erproben, was man im BBB gelernt hat und noch neues dazulernen. Außerdem lernt man neue Menschen kennen. Man kann so herausfinden, wo es einem am besten gefällt.
Am Ende des Praktikums schreibt man einen Praktikumsbericht.
Projekte:
In den Projekten lernen wir viel über uns, unsere Umwelt und andere Menschen. In kleinen Gruppen können wir gemeinsam über das reden, was uns wichtig ist.
Projekte finden etwa 4-6 Wochen täglich zu einem festgelegten Zeitraum statt. Auch hier hängen die Themen im Gruppenraum aus.
Allgemeine Bildung:
Alleine oder in kleinen Gruppen kann man sein Wissen im Bereich Rechnen, Schreiben, Umgang mit dem PC und vieles mehr verbessern und Neues dazulernen.
Arbeitsbegleitende Maßnahmen:
Die Oberurseler Werkstätten bieten für alle Mitarbeiter verschiedene arbeitsbegleitende Maßnahmen an. Hier gibt es Sport, Musik, Kunst, Computerkurse, Schreib-Lese-Kurse und vieles mehr.
Man kann sich aussuchen, bei was man mitmachen möchte. Für die Auszubildenden im BBB gibt es auch eine eigene Sportgruppe.
Fachkraft für berufliche Integration/Außenpraktika:
Hat man so viel gelernt, daß man versuchen will, außerhalb der Werkstatt zu arbeiten, helfen einem die Ausbilder des BBB Kontakt zur internen Fachkraft für berufliche Integration herzustellen. Diese kümmert sich dann um geeignete Praktikumsstellen außerhalb der Werkstatt.