Konzeptionelle Überlegungen

ÜBERGÄNGE ERMÖGLICHEN

Oberurseler Werkstätten - Förderzentrum Folkbertusstraße Mit dem neuen Bereich "Förderzentrum Folkbertusstrasse" stellen sich die Oberurseler Werkstätten der großen Aufgabe, ältere und stark leistungseingeschränkte Menschen mit Behinderung adäquat zu betreuen und zielgruppenorientiert zu fördern. Der Bereich individuelle Förderung ist ein neuer Bereich für Mitarbeiter/-innen der OBERURSELERWERKSTÄTTEN um Übergänge aus dem Arbeitsleben in den Ruhestand oder einen Übergang in die Tagesförderstätte vorzubereiten.

Auch der Übergang in anderer Richtung, von der Tagesförderstätte in den Berufsbildungsbereich bzw. den Arbeits-/Produktionsbereich der Werkstatt ist ein weiteres Ziel. Die intensive Förderarbeit an der Weiterentwicklung der gesamten Persönlichkeit des behinderten Menschen soll – sofern realistisch – auch den Übergang in den Berufsbildungsbereich bzw. Arbeitsbereich ermöglichen. Wir sind der Auffassung, dass die Tagesförderstätte keine Endstation sein darf.

INDIVIDUELLE BEDÜRFNISSE BERÜCKSICHTIGEN
Eine ruhigere, angenehmere Arbeitsatmosphäre, weniger Zeit– und Produktionsdruck verbunden mit individuellen Förderangeboten als Alternative und Ausgleich zur Arbeit stehen hier im Vordergrund. Gezielte Angebote in Bereichen wie Lebenslauf- und Biografiearbeit, Kommunikation und Sprache, Graphomotorik, Krankengymnastik/Bewegung, sowie vielfältige kreative Arbeit mit verschiedensten Materialien sollen sicherstellen, dass den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeiter/-innen Rechnung getragen wird.
Oberurseler Werkstätten - Förderzentrum Folkbertusstraße Eine kleinere räumliche Einheit entspricht den Erfordernissen und Wünschen vieler Mitarbeiter/innen nach einer ruhigeren, entspannten Arbeitsatmosphäre. Die Behinderung unserer Klienten ist kein statischer Zustand oder lediglich eine Ansammlung von Defekten, sondern eine Lebensweise, die von sozialen Gegebenheiten abhängig ist. Die Gestaltung und Veränderung der sozialen und gegenständlichen Umwelt ist unser wichtigstes pädagogisches Werkzeug, um den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen die Entwicklung von selbstverantwortlicher Handlungsfähigkeit zu ermöglichen.

MATERIALIEN BEREITSTELLEN
Die behinderten Mitarbeiter/-innen sind darauf angewiesen, dass wir ihnen eine Umwelt anbieten, an die sie sich ihrem momentanen Entwicklungsstand entsprechend anpassen und so an ihr wachsen können. Hierzu müssen die Betreuungspersonen geeignete Erfahrungsmaterialien bereitstellen. Je nach Entwicklungsstand müssen damit Stimulation, Anregungen, Handführung, Erläuterungen oder Anweisungen verbunden sein.